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Orientalische Folklore

Orientalische Folklore steckt voll überschwänglicher Energie und stellt oft Szenen des täglichen Lebens dar. Ob Oberägypten oder Saudi-Arabien – die Vielfalt dieser hierzulande oft wenig bekannten Welt des orientalischen Tanzes fasziniert durch ihre Lebensfreude und Farbfülle.
 
Krugtanz aus Alexandrien
 Ensemble Aladdina Krugtanz aus Alexandrien Foto: Petra Walter-Moll

3.1. Krugtanz

Wasser – für alle Länder Afrikas ein wichtiges Gut. So gibt es hier viele Tänze, die sich mit dem Wasser holen befassen.Die bekanntesten orientalischen Folkloretänze hierzu sind der tunesische und der ägyptische Krugtanz.

Der tunesische Krugtanz unterscheidet sich vor allem durch die Kunst, denKrug trotz heftiger Hüftbewegfungen auf den Kopfzu balancieren von ägyptischen.

Beim ägyptischen Krugtanz geht es primär um die Darstellung täglicher Szenen. In ihren typischen weiten, schreiend bunten Gewändern, die im Tanz geschwungen werden, gehen die Frauen aus ihren Dörfern mit großen Krügen zum Fluss, um Wasser zu holen.Das Zusammentreffen wird zum gegenseitigen Neuigkeitsaustausch genutzt dabei besingen die Frauen ihre Schönheit und stellen ihren Wert auf dem Heiratsmarkt heraus, denn jede will die Schönste sein.

 

3.2.Dabke

Dabke wird sowohl von Frauen als auch von Männern getanzt. Es ist ein Reihentanz, bei dem im Rhythmus der Trommeln mit den Stiefeln der Takt mitgestampft wird. Der Dabke ist dabei der bekannteste Reihentanz der östlichen Mittelmeerküste und wird im Libanon, Syrien, Irak, Jordanien und Palästina/Israel getanzt. Dabei muss zwischen dem Dabke auf dem Lande und dem Dabke für die Bühne unterschieden werden. Ersterer hat nur ein geringes Schrittvokabular und kann zu jedem Dabkerhythmus frei improvisiert getanzt werden. Der Dabke für die Bühne ist anspruchsvoller in seinen Bewegungen und wird auf eine spezielle Musik choreografiert. Der Bühnendabke greift dabei Elemente des Balletts und Balkantanzbewegungen auf, bemüht sich aber dennoch, die charakteristischen Merkmale des ursprünglichen Tanzes zu bewahren.
Dabke
 Ensemble Aladdina Dabke Fotos: Tanzstudoio Aladdina
 
Nubischer Tanz
 Ensemble Aladdina Nubischer Tanz Foto: Tanzstudoio Aladdina

3.3. nubischer Tanz

Nubien war zur Zeit des alten Ägyptens der Pharaonen das Land des Goldes jenseite der Nilkatarakte. Durch die Grenzziehung zwischen dem heutigen Ägypten und dem Sudan wurde diese Volksgruppe auf zwei Staaten verteilt. Ihre Eigenständigkeit bewahrten die Nubier dennoch bis heute.

Im Unterschied zu ägypten und sudanesischen Frauen z.B. haben die Nubierinnen eine gleichberechtigte Stellung, wodurch Ehen meist innerhalb der Volksgemeinschaft vollzogen werden. Dies führt zu einer Isolierung und in Folge zu einer sozialen Abwertung der Nubier sowohl in Ägypten als auch im Sudan. Bedingt durch diese Ausgrenzung und die geografische Ansiedlung der Nubier ist ihr Tanz sehr eigenständig und beinhaltet viele afrikanische Tanzeinflüsse. So ist ein wohlgerundeter Po der Stolz der nubischen Frau und wird im Tanz selbstbewusst zur Geltung gebracht.

Auch viele andere nubische Tanzbewegungen unterscheiden sich durch die raumgreifenden Schrittmuster und die groß ausgeführten Armbewegungen deutlich von anderenorientalischen Folkloretänzen. Der STolz, die eigene Kultur trotz aller politischen Widrigkeiten bewahrt zu haben sowie die Lebensfreude und Energie des nubischen Volkes kommen in ihren Tänzen daher umso mehr zum Tragen. Lebenslust und Spaß sind bei den von Frauen und Männern getanzten Folkloretänzen daher die bestimmenden Merkmale.

 

3.4. Melaya Leff

Die Melaya - Namensgeber dieses ägyptischen Tanzes - ist ein breites, langes schwarzes Ausgehtuch, das über dem Kleid wie ein Umhang getragen wird. Insbesondere in Alexandrien wird dieser Tanz von den Frauen sehr selbstbewusst dargestellt. Die Melaya, die eigentlich den Körper der Frau vor den Blicken der Männer bewahren soll, wird dabei von der Tänzerin immer wieder neu drapiert, eng um die Hüften gelegt, verrutscht einmal hier und einmal dort und macht die Frau auf diese Weise für die Männer in besonderem Maße interessant. Nicht zuletzt das Tanzkleid, ein eng anliegendes kurzes Kleid mit tiefem Dekollte, macht diesen Tanz zu einem sehr koketten und frechen Tanz bei dem die Frau ihre weiblichen Reize ausgesprochen selbstbewusst einsetzt, um die Männer verrückt zu machen.

Melaya-Tanz aus Alexandrien
 Aladdina Melaya-Tanz aus Alexandrien Foto: Werner Salomon
 
Stocktanz Foto: Petra Walter-Moll 

3.5. Oberägyptischer Stocktanz

Stocktanz ist ein Tanz, der ursprünglich den Männern vorbehalten war. Die ca. 1,50 m langen, dicken Stäbe der Männer sind nicht nur Arbeitsgerät, sondern auch Waffe, so dass Männerstocktanz immer auch ein Kampftanz ist. Beim Tanz mit dem Stock zeigen die Männer Kraft, Macht und Geschicklichkeit. Der Stock wird von vielen Autoren als Phallus- Symbol gedeutet, so daß der Stock zum Symbol von Männlichkeit wird. "Den Stock zu verlieren - auch im spielerischen Tanz - kommt (daher) einem Ehrverlust gleich. (Nabila Shams-El-Din: "Spektrum orientalischer Tanz", S 128)

Heute wird der Stocktanz auch von den Frauen getanzt. Sie tanzen kokett mit einem dünneren und kleineren Stock. Weiblich-selbstbewusst akzentuieren sie mit dem Stock ihre Bewegungen. Der Stock wird während des Tanzes geschwungen und virtuos gedreht und/oder balanciert. Ein schwungvoller Tanz für Männer und Frauen.

Stocktanz
 

3.6.Khaleegy

Der Khaleegy ist in der Golfregion beheimatet. Ursprünglich wurde dieser Tanz vor allem bei der feierlichen Zusammenkunft von Frauen untereinander getanzt. Die Frauen tanzen dabei mit offenen Haaren und über bodenlangen kunstvoll bestickten Gewändern. Die Haare - Sinnbild von Weiblichkeit - werden dabei wild von einer Seite auf die andere geworfen, das farbenprächtige Gewand hin und her geschwenkt. So zeigen die Frauen, die in der Golfregion nur verschleiert aus dem Haus gehen dürfen, ihre ganze weibliche Schönheit und betonen ihren Körper durch Drappieren des langen Gewandes um Hüften und Po. Andere typische Bewegungen sind unter anderem der nach unten betonte Wechselschritt und der Handshimmy.
"Nach Auskunft von Surya/Hassan Khalil ist der Khaleegy ein Tanz, bei dem die Braut zum ersten Mal unverschleiert für ihren Bräutigam tanzt. Sie zeigt ihm ihre langen Haare was bedeuten soll: "Sieh wie gesund mein Haar ist. Kannst du mich auch so gut ernähren?" Die Braut hat übrigens ein Mitspracherecht bei der Wahl des Bräutigams "und kann diesen durch entsprechende Handgesten im Tanz akzeptieren oder ablehnen." (Nabila Shams-El-Din: "Spektrum Orientalischer Tanz, S. 132).
Für die Bühne ist der Khaleegy ist ein Tanz unter Frauen, die sich ihrer Schönheit bewusst sind und ihre Frauenpower austanzen.

Khaleegy
 Ensemble Aladdina Melaya-Tanz aus Alexandrien Foto: Tanzstudio Aladdina



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